Städtebaulicher Realisierungswettbewerb Luisenblock Ost II (LBO II)
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Berlin Mitte, Deutschland
Architektur und Städtebau:
MAAD ARCHITECTURE DESIGN
mit Nicola Gilbert, Kim Foronda, Leon Manthey, Johanna Fleig
Landschaftsplanung und Kooperationspartner:
LAGADE Landschaftsplanungsgesellschaft mbH
Das Wettbewerbsgebiet des Luisenblocks Ost II (LBO II) besticht durch seine prominente und zugleich sensible Lage: Flankiert von der Spree im Süden, eingerahmt von den historischen Stadtbahnbögen und in direkter Nachbarschaft zum Gebäudeensemble des Luisenblocks Ost I inklusive des neuen Bundesministeriumanbaus. Der vorliegende städtebauliche Entwurf reagiert auf diese vielschichtige Umgebung mit der Vision eines durchlässigen, lebendigen Kiezraums, der ein komplexes Raumprogramm – bestehend aus Bundesministerien, Wohnraum, dem Verwaltungsbau der ver.di sowie gewerblichen und kulturellen Flächen – beherbergt. Obwohl Grundstückszuschnitt und Flächenbedarf traditionell eine geschlossene und stark bebaute Blockrandbebauung nahelegen würden, bricht der Entwurf bewusst mit dieser Typologie. Um einen offenen, für Fußgänger- und Kulturverkehr durchlässigen Stadtraum zu schaffen, weicht die Starrheit des Blocks einer Struktur, die durch großzügige, öffentlich zugängliche Grün- und Freiflächen sowie einladende, gewerbliche Erdgeschosszonen geprägt ist.
LAGADE entwickelte hierfür ein klimaangepasstes, robustes und demokratisch erlebbares Freiraum- und Erschließungskonzept. Es entsteht ein resilienter Freiraum, der als verbindender Knotenpunkt im urbanen Gefüge wirkt. Dabei übernimmt der Freiraum sowohl repräsentative als auch alltagsbezogene Funktionen und wird als integraler Bestandteil der Stadtstruktur verstanden.
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